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Schweizer Werbemarkt

Mediennutzung Schweiz: wo Schweizer Medien konsumieren

30. April 2026 9 Min. Lesezeit Videte Marketing Solutions
Wieviel TV schauen Schweizer wirklich? Wie steht es um Radio, Print, Online und Streaming? Und wo liegen die Unterschiede zwischen Generationen und Sprachregionen? Dieser Artikel fasst die wichtigsten Daten von BAKOM, Mediapulse, WEMF und BFS zur Schweizer Mediennutzung zusammen — mit ehrlichen Schätzungen, wo offizielle Zahlen fehlen.
Inhalt
  1. TV-Nutzung: linear, Streaming, AVOD
  2. Radio und Audio: UKW, DAB+, Spotify, Podcast
  3. Online-Nutzung und Smartphone
  4. Print: Tageszeitungen, Magazine, Pendlermedien
  5. Generationsschnitt: Boomer, GenX, Millennials, GenZ
  6. Sprachregionen-Vergleich

1. TV-Nutzung: linear, Streaming, AVOD

Direkte Antwort: Die durchschnittliche tägliche TV-Sehdauer in der Schweiz liegt gemäss Mediapulse bei rund 100–180 Minuten pro Person, abhängig vom Alter. Über 60-Jährige schauen oft über 200 Min/Tag, unter 30-Jährige deutlich weniger als 60 Min/Tag — dafür mehr Streaming.

Lineares TV: weiterhin gross, aber schrumpfend

SRF (Deutschschweiz), RTS (Romandie) und RSI (Tessin) bleiben in ihren Sprachregionen die meistgesehenen Sender. Private CH-Sender (3+, TV24, TV25, S1) und CH Media-Anbieter ergänzen das Angebot. Daneben hat die Schweiz hohen Anteil ausländischer Sender im Kabel: Pro7, RTL, ARD, ZDF für die Deutschschweiz; TF1, M6, France 2/3 für die Romandie; Mediaset, RAI für Tessin.

Streaming und AVOD im Aufstieg

Netflix, Disney+, Amazon Prime Video haben in der Schweiz hohe Penetration erreicht. Mit den werbefinanzierten Tarifen (AVOD, Advertising-supported Video on Demand) entsteht ein neuer Werbemarkt parallel zum klassischen TV. Mediapulse erfasst zunehmend Total-Video-Reichweiten, was die Vergleichbarkeit verbessert.

Quelle: Mediapulse Fernsehforschung — offizielle Branchenstandard-Studie für CH-TV-Reichweiten. BAKOM veröffentlicht zusätzlich Marktanteils-Statistiken.

2. Radio und Audio: UKW, DAB+, Spotify, Podcast

Direkte Antwort: Schweizer hören gemäss Mediapulse Radiopanel im Durchschnitt rund 100–130 Min Radio pro Tag — ein im EU-Vergleich hoher Wert. Pendler-Auto, Büro-Hintergrund und Morgenroutine sind die Haupt-Hörkontexte.

SRG-Sender dominieren, regionale Sender wachsen

UKW vs. DAB+ vs. Streaming

Die UKW-Abschaltung in der Schweiz wurde mehrfach verschoben — aktuell bleibt UKW vorerst auf Sendung. Parallel ist DAB+ gut etabliert. Streaming-Audio (Spotify, Apple Music) und Podcasts gewinnen vor allem bei unter 35-Jährigen. Spotify-Werbung und Podcast-Sponsoring sind der wachsende Werbemarkt im Audio-Bereich.

Quelle: Mediapulse Radiopanel, BAKOM Medienberichte.

3. Online-Nutzung und Smartphone

Direkte Antwort: Über 95 % der Schweizer Bevölkerung nutzen das Internet regelmässig. Smartphone ist das führende Endgerät, vor Desktop/Laptop und Tablet. Die durchschnittliche tägliche Online-Nutzung liegt bei mehreren Stunden — je nach Erhebung 3 bis 5+ Stunden pro Tag bei jungen Erwachsenen.

Was Schweizer online tun

Twint: das Schweizer Mobile-Payment-Phänomen

Twint ist eine echte CH-Eigenheit: ein einheimischer Mobile-Payment-Standard mit hoher Marktdurchdringung. Aktive Nutzerbasis im Millionenbereich. Wer in der Schweiz Mobile-Payment plant, kommt an Twint nicht vorbei.

Quellen: BFS IKT-Erhebung, BAKOM Medien-Monitor, IGEM-digiMonitor.

4. Print: Tageszeitungen, Magazine, Pendlermedien

Direkte Antwort: Die Print-Reichweite schrumpft strukturell, aber zwei Formate halten sich hartnäckig: Pendler-Gratiszeitungen (20 Minuten DE/FR/IT) mit Millionen-Reichweite und Wochenmagazine wie NZZ am Sonntag, SonntagsZeitung, Le Matin Dimanche.

WEMF-Reichweiten (Auswahl, gerundete Werte)

Die WEMF MACH Basic-Studie misst halbjährlich die Reichweiten gedruckter Medien in der Schweiz. Eine Auswahl gemäss jährlich publizierter Daten (Reichweiten in der jeweiligen Sprachregion, Werte schwanken):

Quelle: WEMF MACH Basic. Konkrete Reichweiten-Zahlen der jeweils aktuellen MACH-Welle entnehmen.

5. Generationsschnitt: Boomer, GenX, Millennials, GenZ

Die Mediennutzung in der Schweiz spaltet sich entlang der Altersachse stärker als entlang Geschlecht oder Bildung. Hier eine vereinfachte Heuristik:

GenerationTV/TagOnline/TagTop-Plattformen
60+ (Boomer/älter)200+ Min1–2 hSRF, Print, WhatsApp, E-Mail
45–59 (GenX)150–200 Min2–4 hSRF, News-Apps, Facebook, WhatsApp
30–44 (Millennials)60–120 Min4–6 hNews-Apps, Streaming, Instagram, Spotify
16–29 (GenZ)< 60 Min linear6+ hTikTok, Instagram, YouTube, Twitch, Spotify

Plausible Schätzung basierend auf Mediapulse-Altersdaten, IGEM-digiMonitor und JAMES-Studie der ZHAW (Mediennutzung Jugendliche).

6. Sprachregionen-Vergleich

Drei wichtige Beobachtungen für die werbliche Planung:

Deutschschweiz: stark Print-Pendlerorientiert

20 Minuten und SRF dominieren. Tamedia-Tageszeitungen (Tagesanzeiger, Berner Zeitung) haben eine treue Leserschaft. Online: hohe Smartphone-Nutzung, starke News-App-Verbreitung.

Romandie: TV-affiner

RTS-Reichweite ist anteilig höher als SRF in der Deutschschweiz. Spillover aus Frankreich (TF1, M6, France 2) erweitert das TV-Angebot — mit französischer Werbung, die in der Schweiz nicht 1:1 wirkt. Print: 20 Minutes als Pendlerzeitung, Le Matin Dimanche und Le Temps als Premium.

Tessin: italienisch-orientiert

RSI ist dominant, aber italienische Sender (RAI, Mediaset) erreichen ebenfalls hohe Reichweiten. Print: 20 Minuti, Corriere del Ticino. Werbe-Markt ist klein, was zu Spillover-Werbung aus Italien führt.

Vertiefung im Spoke Werbung Romandie vs. Deutschschweiz: 8 Unterschiede.

Was das für Werbung bedeutet

Drei strategische Konsequenzen ergeben sich aus dem Mediennutzungs-Bild:

  1. Mediennutzung fragmentiert sich. Reichweite wird teurer, weil sie sich auf mehr Kanäle verteilt.
  2. Aufmerksamkeit ist umkehrt-proportional zur Mediennutzung. Wer mehr Medien parallel konsumiert (Smartphone während TV), schenkt jedem einzelnen Kanal weniger Aufmerksamkeit.
  3. Cookieless & Datenschutz verlangen neue Plattform-Modelle. First-Party-Daten und Consent-basierte Beziehungen werden wichtiger — vertieft im Cluster 4 unter Cookieless Werbung Schweiz.

Bei Videte denken wir in genau diese Richtung: Wenn Konsumenten ihre Aufmerksamkeit bewusst geben (und dafür vergütet werden), entsteht ein Werbe-Modell jenseits der Reichweiten-Schleuderei. Wer mehr dazu lesen will, beginnt im Pillar Schweizer Werbemarkt 2026.

Aufmerksamkeit aktiv geben — und verdienen

Videte ist die Schweizer Werbe-Plattform, bei der Anschauen vergütet wird. Du entscheidest, wann und wie viel.

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Häufige Fragen zusammengefasst

Erinnerung zu den Daten Marktdaten aus genannten Quellen, Stand Mai 2026. Mediapulse, BAKOM, WEMF, BFS und IGEM aktualisieren ihre Erhebungen regelmässig — für Mediaplanung die jeweils aktuellsten Originalstudien konsultieren.
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Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Videte Marketing Solutions. Plattform-Inhaber: Muaz Arnaut, Bern. Mehr unter /ueber-uns.
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