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Ratgeber

Werbung schauen und Geld verdienen: Gibt es eine App?

16. August 2026 8 Min. Lesezeit
Schweizer Franken-Banknoten in Nahaufnahme
Bild: Tony Webster · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Wer nach einer App sucht, die fürs Werbung-Schauen bezahlt, findet in den Stores vor allem internationale Anbieter mit Punkte-Systemen und schwer durchschaubaren Auszahlungsregeln. Dieser Artikel erklärt, warum es für die Schweiz kaum Store-Apps gibt, was eine installierbare Web-App stattdessen kann, und wie du sie in drei Schritten auf dein Handy holst.
Kurz gesagt
  • Store-Apps aus der Schweiz gibt es für dieses Modell praktisch keine.
  • Eine Web-App kann technisch weniger über dich erfahren als eine Store-App, belegt kaum Speicher und ist immer aktuell.
  • Auf dem iPhone über Safari und das Teilen-Symbol, auf Android über das Chrome-Menü.
  • Pro vollständig angesehenem 30-Sekunden-Spot werden rund CHF 0.15 gutgeschrieben — 95 Prozent dessen, was der Werbetreibende zahlt.
Inhalt
  1. Gibt es eine App dafür — ja oder nein?
  2. Store-App oder Web-App — was das für dich ändert
  3. So legst du Videte auf den Startbildschirm
  4. Was dabei realistisch herausschaut
  5. Sechs Fragen, bevor du irgendeine Werbe-App installierst
  6. Was bedeutet das für dich konkret?

Gibt es eine App dafür — ja oder nein?

Direkte Antwort
Store-Apps aus der Schweiz gibt es für dieses Modell praktisch keine. Videte läuft als installierbare Web-App: über den Browser auf den Startbildschirm gelegt, danach mit eigenem Symbol und im Vollbild — ohne Download aus einem Store.

Der Unterschied ist für dich im Alltag kaum spürbar. Du tippst auf ein Symbol, die Anwendung öffnet sich formatfüllend, ohne Adressleiste, mit direktem Zugriff auf Feed und Konto. Was fehlt, ist der Umweg über App Store oder Google Play.

Was du in den Stores stattdessen findest, sind fast durchgehend Anbieter aus dem Ausland. Die sind nicht automatisch unseriös, bringen aber drei praktische Nachteile mit: Auszahlung in Fremdwährung mit Wechselkurs-Verlust, ein Firmensitz ausserhalb der Schweiz und damit schwierige Rechtsdurchsetzung, und Vergütung in Punkten, deren Franken-Gegenwert du erst beim Auszahlen erfährst.

Store-App oder Web-App — was das für dich ändert

Direkte Antwort
Eine Web-App kann technisch weniger über dich erfahren als eine Store-App, belegt kaum Speicher und ist immer aktuell. Dafür taucht sie nicht in der Store-Suche auf und schickt keine Push-Nachrichten, wenn du das nicht ausdrücklich erlaubst.
Store-App Web-App auf dem Startbildschirm
InstallationDownload, Store-Konto nötigDrei Tipps im Browser
Speicherbedarfmeist zweistellige Megabytewenige Megabyte Zwischenspeicher
Geräte-BerechtigungenKontakte, Standort, Geräte-ID möglichnur was der Browser freigibt
Aktualisierungnach Store-Prüfungsofort beim nächsten Öffnen
Store-Anteil an Zahlungenje nach Plattformkeiner
AuffindbarkeitStore-Suchenur über die Website

Der letzte Punkt ist der ehrliche Nachteil: Wer im Store sucht, findet uns dort nicht. Dafür entfällt die Zwischenstelle, die bei jeder Zahlung mitverdient — und dieser Anteil würde am Ende von der Vergütung abgehen, die bei dir landet.

Zum Thema Berechtigungen: Eine Werbe-Anwendung braucht weder dein Adressbuch noch deinen Standort noch deine Geräte-ID. Store-Apps fragen so etwas trotzdem regelmässig ab. Was Videte an Daten verarbeitet und was nicht, steht in der Datenschutzerklärung und ausführlicher im Artikel Wie das anonymisierte Profil funktioniert.

So legst du Videte auf den Startbildschirm

Direkte Antwort
Auf dem iPhone über Safari und das Teilen-Symbol, auf Android über das Chrome-Menü. Beides dauert unter einer Minute und braucht kein Store-Konto.

iPhone und iPad

  1. videte.ch in Safari öffnen — auf dem iPhone geht es nur dort, nicht in Chrome.
  2. Unten mittig auf das Teilen-Symbol tippen (Quadrat mit Pfeil nach oben).
  3. Im Menü nach unten scrollen und Zum Home-Bildschirm wählen, dann oben rechts bestätigen.

Android

  1. videte.ch in Chrome öffnen.
  2. Oben rechts das Dreipunkt-Menü antippen.
  3. App installieren beziehungsweise Zum Startbildschirm hinzufügen wählen. Oft schlägt Chrome das auch von selbst am unteren Rand vor.

Entfernen geht wie bei jedem anderen Symbol: gedrückt halten und löschen. Es bleibt nichts im System zurück.

Was dabei realistisch herausschaut

Direkte Antwort
Pro vollständig angesehenem 30-Sekunden-Spot werden rund CHF 0.15 gutgeschrieben — 95 Prozent dessen, was der Werbetreibende zahlt. Bei 30 bis 60 Minuten täglich sind das CHF 9 bis 18, das Tages-Maximum liegt bei CHF 34 — in der Founder-Phase bei CHF 44.

Die Rechnung dahinter ist offen einsehbar: Werbekunden zahlen bei Videte einen Tausender-Kontaktpreis von CHF 158 für verifizierte Aufmerksamkeit. Davon gehen 95 Prozent an dich, 5 Prozent bleiben bei der Plattform. CHF 158 geteilt durch 1'000 Views, mal 0.95, ergibt die CHF 0.15 pro Spot. Keine Punkte, keine Umrechnungstabelle.

Täglicher EinsatzSpotsGutschrift pro TagAuszahlungsschwelle CHF 200 erreicht nach
15 Minutenca. 30ca. CHF 4.50ca. 45 Tagen
30 Minutenca. 60ca. CHF 9ca. 22 Tagen
60 Minutenca. 120ca. CHF 18ca. 11 Tagen

Einordnung: Das ist Sackgeld für Zeit, die sonst verfällt — Pendeln, Wartezimmer, Werbepause. Kein Lohn und kein Ersatz für Erwerbsarbeit. Wo das im Vergleich zu anderen Wegen steht, zeigt der Pillar Online-Nebenjob Schweiz; die Mathematik der Vergütung im Detail steht in Mit Werbung-schauen Geld verdienen.

Sechs Fragen, bevor du irgendeine Werbe-App installierst

Direkte Antwort
Punkte statt Franken, wachsende Auszahlungsschwellen, Verdienst durchs Anwerben, kein Firmensitz, unpassende Berechtigungen und fehlende Datenschutzangaben — jedes einzelne Merkmal reicht als Abbruchgrund.
  1. Wird in Franken oder in Punkten vergütet? Punkte verschleiern den Wert und lassen sich jederzeit abwerten.
  2. Steht die Auszahlungsschwelle fest? Bei unseriösen Anbietern wächst sie, je näher du kommst.
  3. Woher kommt das Geld? Wer den Werbetreibenden nicht benennen kann, verdient woanders — meistens an dir.
  4. Gibt es einen greifbaren Firmensitz? Ohne Handelsregistereintrag kannst du im Streitfall niemanden belangen.
  5. Passen die Berechtigungen zur Funktion? Adressbuch und Standort haben in einer Werbe-App nichts verloren.
  6. Verdient man hauptsächlich durchs Anwerben? Dann ist es ein Schneeballsystem, in der Schweiz nach UWG unzulässig.

Weiterführend dazu: Umfrage-Plattformen und Datenschutz und Datenschutz beim Online-Verdienen.

Ohne Store, in unter einer Minute

Kostenlos registrieren, Videte auf den Startbildschirm legen und in Leerlaufzeiten Spots schauen. CHF 0.15 pro Spot, Tages-Maximum CHF 34, Auszahlung ab CHF 200 aufs Schweizer Konto.

Kostenlos registrieren

Was bedeutet das für dich konkret?

Wenn du eine App aus dem Store erwartest, wirst du sie nicht finden — und das ist eine bewusste Entscheidung, keine Lücke. Der Weg führt über den Browser und dauert drei Tipps. Danach unterscheidet sich die Nutzung nicht von einer installierten App.

Und wenn du dich für einen anderen Anbieter entscheidest: Geh die sechs Fragen oben durch, bevor du dein Konto verknüpfst. Sie kosten zwei Minuten und ersparen die häufigste Enttäuschung in diesem Feld — eine Auszahlungsschwelle, die man nie erreicht.

Häufige Fragen

Gibt es eine Schweizer App, mit der man fürs Werbung-Schauen Geld verdient?
Im App Store und bei Google Play findest du fast ausschliesslich internationale Anbieter. Videte ist als installierbare Web-App verfügbar: Du legst sie über den Browser auf den Startbildschirm und sie verhält sich danach wie eine App — eigenes Symbol, Vollbild, ohne Adressleiste. Ein Download aus einem Store ist nicht nötig.
Warum gibt es keine App im Store?
Drei Gründe: Store-Betreiber behalten bei Zahlungen über die App einen Anteil, den am Ende der Nutzer trägt. Store-Apps verlangen typischerweise Geräte-Berechtigungen, die eine Web-App gar nicht anfordern kann. Und Aktualisierungen sind sofort da statt nach einer Store-Prüfung. Ein Play-Store-Eintrag ist grundsätzlich möglich, aber kein Selbstzweck.
Wie installiere ich die Web-App auf dem iPhone?
Seite in Safari öffnen, unten auf das Teilen-Symbol tippen, im Menü nach unten scrollen und Zum Home-Bildschirm wählen. Danach liegt das Videte-Symbol neben deinen übrigen Apps. Auf dem iPhone funktioniert das nur über Safari, nicht über Chrome.
Wie installiere ich die Web-App auf Android?
Seite in Chrome öffnen, oben rechts das Dreipunkt-Menü antippen und App installieren oder Zum Startbildschirm hinzufügen wählen. Oft blendet Chrome den Hinweis auch von selbst am unteren Rand ein.
Wie viel verdient man mit so einer App realistisch?
Bei Videte werden pro vollständig angesehenem 30-Sekunden-Spot rund CHF 0.15 gutgeschrieben, das sind 95 Prozent der Vergütung des Werbetreibenden. Bei 30 bis 60 Minuten täglich ergibt das CHF 9 bis 18. Das Tages-Maximum liegt bei CHF 34, in der Founder-Phase bei CHF 44. Ausgezahlt wird ab CHF 200 auf ein Schweizer Konto.
Woran erkenne ich eine unseriöse Werbe-App?
An vier Mustern: Vergütung in Punkten statt in Franken, sodass der Wert unklar bleibt; Auszahlungsschwellen, die sich beim Näherkommen erhöhen; Bonus fürs Anwerben weiterer Nutzer als Hauptverdienst; kein auffindbarer Firmensitz. Dazu Berechtigungen, die zur Funktion nicht passen — eine Werbe-App braucht weder dein Adressbuch noch deinen Standort.
Braucht die Web-App Speicherplatz auf dem Handy?
Nur wenige Megabyte für den Zwischenspeicher, statt der zweistelligen Megabyte-Beträge einer Store-App. Entfernen kannst du sie wie jedes andere Symbol, indem du es vom Startbildschirm löschst.

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Erinnerung Verdienst-Angaben sind Erfahrungswerte und keine Garantie. Vergütung pro Spot, Tages-Maximum und Auszahlungsschwelle können sich ändern; verbindlich sind die AGB. Stand: August 2026.
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