- Store-Apps aus der Schweiz gibt es für dieses Modell praktisch keine.
- Eine Web-App kann technisch weniger über dich erfahren als eine Store-App, belegt kaum Speicher und ist immer aktuell.
- Auf dem iPhone über Safari und das Teilen-Symbol, auf Android über das Chrome-Menü.
- Pro vollständig angesehenem 30-Sekunden-Spot werden rund CHF 0.15 gutgeschrieben — 95 Prozent dessen, was der Werbetreibende zahlt.
Gibt es eine App dafür — ja oder nein?
Der Unterschied ist für dich im Alltag kaum spürbar. Du tippst auf ein Symbol, die Anwendung öffnet sich formatfüllend, ohne Adressleiste, mit direktem Zugriff auf Feed und Konto. Was fehlt, ist der Umweg über App Store oder Google Play.
Was du in den Stores stattdessen findest, sind fast durchgehend Anbieter aus dem Ausland. Die sind nicht automatisch unseriös, bringen aber drei praktische Nachteile mit: Auszahlung in Fremdwährung mit Wechselkurs-Verlust, ein Firmensitz ausserhalb der Schweiz und damit schwierige Rechtsdurchsetzung, und Vergütung in Punkten, deren Franken-Gegenwert du erst beim Auszahlen erfährst.
Store-App oder Web-App — was das für dich ändert
| Store-App | Web-App auf dem Startbildschirm | |
|---|---|---|
| Installation | Download, Store-Konto nötig | Drei Tipps im Browser |
| Speicherbedarf | meist zweistellige Megabyte | wenige Megabyte Zwischenspeicher |
| Geräte-Berechtigungen | Kontakte, Standort, Geräte-ID möglich | nur was der Browser freigibt |
| Aktualisierung | nach Store-Prüfung | sofort beim nächsten Öffnen |
| Store-Anteil an Zahlungen | je nach Plattform | keiner |
| Auffindbarkeit | Store-Suche | nur über die Website |
Der letzte Punkt ist der ehrliche Nachteil: Wer im Store sucht, findet uns dort nicht. Dafür entfällt die Zwischenstelle, die bei jeder Zahlung mitverdient — und dieser Anteil würde am Ende von der Vergütung abgehen, die bei dir landet.
Zum Thema Berechtigungen: Eine Werbe-Anwendung braucht weder dein Adressbuch noch deinen Standort noch deine Geräte-ID. Store-Apps fragen so etwas trotzdem regelmässig ab. Was Videte an Daten verarbeitet und was nicht, steht in der Datenschutzerklärung und ausführlicher im Artikel Wie das anonymisierte Profil funktioniert.
So legst du Videte auf den Startbildschirm
iPhone und iPad
- videte.ch in Safari öffnen — auf dem iPhone geht es nur dort, nicht in Chrome.
- Unten mittig auf das Teilen-Symbol tippen (Quadrat mit Pfeil nach oben).
- Im Menü nach unten scrollen und Zum Home-Bildschirm wählen, dann oben rechts bestätigen.
Android
- videte.ch in Chrome öffnen.
- Oben rechts das Dreipunkt-Menü antippen.
- App installieren beziehungsweise Zum Startbildschirm hinzufügen wählen. Oft schlägt Chrome das auch von selbst am unteren Rand vor.
Entfernen geht wie bei jedem anderen Symbol: gedrückt halten und löschen. Es bleibt nichts im System zurück.
Was dabei realistisch herausschaut
Die Rechnung dahinter ist offen einsehbar: Werbekunden zahlen bei Videte einen Tausender-Kontaktpreis von CHF 158 für verifizierte Aufmerksamkeit. Davon gehen 95 Prozent an dich, 5 Prozent bleiben bei der Plattform. CHF 158 geteilt durch 1'000 Views, mal 0.95, ergibt die CHF 0.15 pro Spot. Keine Punkte, keine Umrechnungstabelle.
| Täglicher Einsatz | Spots | Gutschrift pro Tag | Auszahlungsschwelle CHF 200 erreicht nach |
|---|---|---|---|
| 15 Minuten | ca. 30 | ca. CHF 4.50 | ca. 45 Tagen |
| 30 Minuten | ca. 60 | ca. CHF 9 | ca. 22 Tagen |
| 60 Minuten | ca. 120 | ca. CHF 18 | ca. 11 Tagen |
Einordnung: Das ist Sackgeld für Zeit, die sonst verfällt — Pendeln, Wartezimmer, Werbepause. Kein Lohn und kein Ersatz für Erwerbsarbeit. Wo das im Vergleich zu anderen Wegen steht, zeigt der Pillar Online-Nebenjob Schweiz; die Mathematik der Vergütung im Detail steht in Mit Werbung-schauen Geld verdienen.
Sechs Fragen, bevor du irgendeine Werbe-App installierst
- Wird in Franken oder in Punkten vergütet? Punkte verschleiern den Wert und lassen sich jederzeit abwerten.
- Steht die Auszahlungsschwelle fest? Bei unseriösen Anbietern wächst sie, je näher du kommst.
- Woher kommt das Geld? Wer den Werbetreibenden nicht benennen kann, verdient woanders — meistens an dir.
- Gibt es einen greifbaren Firmensitz? Ohne Handelsregistereintrag kannst du im Streitfall niemanden belangen.
- Passen die Berechtigungen zur Funktion? Adressbuch und Standort haben in einer Werbe-App nichts verloren.
- Verdient man hauptsächlich durchs Anwerben? Dann ist es ein Schneeballsystem, in der Schweiz nach UWG unzulässig.
Weiterführend dazu: Umfrage-Plattformen und Datenschutz und Datenschutz beim Online-Verdienen.
Ohne Store, in unter einer Minute
Kostenlos registrieren, Videte auf den Startbildschirm legen und in Leerlaufzeiten Spots schauen. CHF 0.15 pro Spot, Tages-Maximum CHF 34, Auszahlung ab CHF 200 aufs Schweizer Konto.
Kostenlos registrierenWas bedeutet das für dich konkret?
Wenn du eine App aus dem Store erwartest, wirst du sie nicht finden — und das ist eine bewusste Entscheidung, keine Lücke. Der Weg führt über den Browser und dauert drei Tipps. Danach unterscheidet sich die Nutzung nicht von einer installierten App.
Und wenn du dich für einen anderen Anbieter entscheidest: Geh die sechs Fragen oben durch, bevor du dein Konto verknüpfst. Sie kosten zwei Minuten und ersparen die häufigste Enttäuschung in diesem Feld — eine Auszahlungsschwelle, die man nie erreicht.