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Ratgeber

Loyalty-Programme Schweiz: Was die Punkte wert sind

16. August 2026 9 Min. Lesezeit
Dorfladen in Sonvilier im Berner Jura
Bild: Gestumblindi · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Fast jeder Haushalt in der Schweiz sammelt Punkte — die wenigsten wissen, wie viel dabei herauskommt. Die kurze Version: rund ein Prozent. Dieser Artikel zeigt die Rechnung dahinter, wie schnell du zu einer Prämie kommst, und was du in Wahrheit dafür hergibst.
Kurz gesagt
  • Bei den grossen Schweizer Programmen rund ein Prozent des Einkaufswerts.
  • Gegenwert der Prämie in Franken geteilt durch den dafür nötigen Umsatz, mal 100.
  • Bons mit fixer Schwelle sind am schnellsten und am besten planbar.
  • Punkteprogramme zahlen rund ein Prozent auf Ausgaben, Cashback zahlt in Franken statt in Punkten, und bezahlte Aufmerksamkeit zahlt für Zeit statt für Einkäufe.
Inhalt
  1. Wie viel bringen die Programme wirklich?
  2. Die eine Rechnung, die jedes Programm entlarvt
  3. Schnell zur Prämie: was am besten funktioniert
  4. Womit du wirklich bezahlst
  5. Punkte, Cashback oder Aufmerksamkeit — drei verschiedene Geschäfte
  6. Was bedeutet das für dich konkret?

Wie viel bringen die Programme wirklich?

Direkte Antwort
Bei den grossen Schweizer Programmen rund ein Prozent des Einkaufswerts. Bei Cumulus gibt es einen Punkt pro Franken, und 500 Punkte ergeben einen Bon über CHF 5 — das ist exakt ein Prozent. Coop-Superpunkte liegen beim Einlösen in derselben Grössenordnung.

Ein Prozent klingt nach wenig und ist es auch. Der Grund, warum es sich trotzdem lohnt: Es kostet dich keine Zeit und keinen zusätzlichen Aufwand, sofern du dort ohnehin einkaufst. Die Karte wird gescannt, fertig.

Monatlicher Umsatz im LadenPunkte pro MonatGegenwert bei 1 %Pro Jahr
CHF 300300CHF 3CHF 36
CHF 500500CHF 5CHF 60
CHF 800800CHF 8CHF 96
CHF 1'2001'200CHF 12CHF 144

Einordnung: Ein durchschnittlicher Haushalt landet bei rund CHF 60 bis 150 im Jahr pro Programm. Das ist ein netter Nebeneffekt, aber niemand saniert damit sein Budget. Wer eine Verdopplung erwartet hat, sollte die nächsten beiden Abschnitte lesen — dort steht, wo tatsächlich mehr drinliegt und wo es Fallen gibt.

Die eine Rechnung, die jedes Programm entlarvt

Direkte Antwort
Gegenwert der Prämie in Franken geteilt durch den dafür nötigen Umsatz, mal 100. Diese Formel funktioniert bei jedem Punktesystem, egal wie kompliziert es aufgebaut ist.

Punktesysteme sind absichtlich unübersichtlich. Sobald zwischen deinem Einkauf und der Prämie mehrere Umrechnungsschritte liegen, verlierst du das Gefühl für den Wert — und genau darauf ist das Design ausgelegt. Die Formel stellt das Gefühl wieder her:

Gegenwert in Prozent = (Wert der Prämie in CHF ÷ nötiger Umsatz in CHF) × 100
Beispiel: Bon über CHF 5 für CHF 500 Umsatz → (5 ÷ 500) × 100 = 1 %.

Zwei Dinge fallen damit sofort auf. Erstens: Sachprämien aus dem Katalog sind meist schlechter als Bons. Rechne den Katalogpreis der Prämie gegen die nötigen Punkte — oft landest du deutlich unter einem Prozent, weil der Anbieter den Gegenwert selbst festlegt. Zweitens: Punkte können abgewertet werden. Ein Franken bleibt ein Franken, ein Punkt ist wert, was der Anbieter heute sagt.

Der teuerste Fehler beim Punktesammeln:

Für Punkte den Laden wechseln oder mehr kaufen. Bei einem Prozent Gegenwert ist ein um fünf Prozent teurerer Einkauf ein sicheres Verlustgeschäft. Punkte sind ein Rabatt auf Ausgaben, die du sowieso tätigst — nie ein Grund für zusätzliche Ausgaben.

Schnell zur Prämie: was am besten funktioniert

Direkte Antwort
Bons mit fixer Schwelle sind am schnellsten und am besten planbar. Bei einem Bon ab 500 Punkten und einem Punkt pro Franken brauchst du CHF 500 Umsatz — bei einem durchschnittlichen Haushalt also gut einen Monat.

Wer regelmässig online einkauft und rasch etwas in der Hand haben will, fährt mit dieser Reihenfolge am besten:

  1. Ein Hauptprogramm dort, wo du am meisten ausgibst. Punkte auf fünf Programme zu verteilen heisst, fünf Schwellen nie zu erreichen. Konzentration schlägt Streuung.
  2. In Bons einlösen, nicht in Sachprämien. Der Bon hat einen klaren Frankenwert, der Katalog nicht.
  3. Aktionen mitnehmen, wenn sie ohnehin passen. Mehrfachpunkte auf Kategorien, die du sowieso kaufst, sind der einzige Weg, spürbar über ein Prozent zu kommen.
  4. Verfallsdaten prüfen. Punkte, die verfallen, sind der stille Verlust in fast jedem Programm.
  5. Cashback parallel laufen lassen. Das schliesst sich meist nicht aus und zahlt in Franken statt in Punkten — Details im Cashback-Vergleich Schweiz.

Womit du wirklich bezahlst

Direkte Antwort
Mit deinem vollständigen Warenkorb. Loyalty-Programme erfassen typischerweise, was du kaufst, wann, in welcher Filiale und wie oft — daraus entsteht ein sehr genaues Bild von Haushalt, Ernährung, Gesundheit und Lebenssituation.

Das ist keine Unterstellung, sondern der Geschäftszweck: Ein Loyalty-Programm existiert, um Kundschaft zu binden und Einkaufsverhalten auswertbar zu machen. Das eine Prozent ist der Preis, den der Anbieter dafür zahlt — und aus seiner Sicht ein gutes Geschäft.

Aus dem Warenkorb lassen sich Dinge ableiten, die man nicht unbedingt teilen möchte: eine Schwangerschaft oft Wochen vor dem Umfeld, eine Ernährungsumstellung, eine Trennung, eine Krankheit. Nicht weil jemand böswillig ist, sondern weil die Daten es hergeben.

Dein Recht: Nach revDSG kannst du kostenlos Auskunft verlangen, was ein Anbieter über dich gespeichert hat — und musst innert 30 Tagen Antwort bekommen. Die Anleitung mit Muster-E-Mail steht in Auskunftsrecht nach DSG: So nutzt du es.

Wer wissen will, wie sich das von Werbe-Profiling unterscheidet und wann eine Auswertung als Profiling mit hohem Risiko gilt: Profiling mit hohem Risiko ordnet die Begriffe ein.

Punkte, Cashback oder Aufmerksamkeit — drei verschiedene Geschäfte

Direkte Antwort
Punkteprogramme zahlen rund ein Prozent auf Ausgaben, Cashback zahlt in Franken statt in Punkten, und bezahlte Aufmerksamkeit zahlt für Zeit statt für Einkäufe. Die drei konkurrieren nicht miteinander, sie funktionieren nur unterschiedlich.
Loyalty-PunkteCashbackBezahlte Aufmerksamkeit
Grundlagedein Einkaufdein Einkaufdeine Zeit
Vergütung inPunktenFrankenFranken
Nachträglich abwertbarjaneinnein
Zeitaufwandkeinerminimalreal
Du gibst preisWarenkorbKaufhistorieselbst deklariertes Profil

Der letzte Punkt ist der eigentliche Unterschied. Beim Punktesammeln entsteht dein Profil aus dem, was du tust, ohne dass du es je bewusst angegeben hättest. Bei einer Plattform mit selbst deklariertem Profil entscheidest du, was drinsteht.

Wo Videte hineinpasst

Wir betreiben eine Schweizer Werbeplattform, die für Aufmerksamkeit statt für Einkäufe vergütet: rund CHF 0.15 pro angesehenem 30-Sekunden-Spot, 95 Prozent der Werbe­vergütung gehen an dich. Bei 30 bis 60 Minuten täglich sind das CHF 9 bis 18, das Tages-Maximum liegt bei CHF 34 (in der Founder-Phase CHF 44), Auszahlung ab CHF 200 auf ein Schweizer Konto.

Der ehrliche Vergleich: Ein Punkteprogramm kostet dich null Zeit und bringt dir bei CHF 800 Monatsumsatz rund CHF 8. Videte bringt mehr, kostet dafür echte Zeit. Das eine ersetzt das andere nicht — und wer keine Zeit übrig hat, fährt mit Punkten und Cashback besser.

In Franken statt in Punkten

Videte vergütet dich fürs Anschauen von Werbung — in Franken, mit offengelegter Rechnung, ohne Punkte­kurs, der sich ändern kann. Dein Profil gibst du selbst an, statt dass es aus deinem Warenkorb erschlossen wird.

Kostenlos registrieren

Was bedeutet das für dich konkret?

Sammle dort, wo du ohnehin einkaufst, konzentriere dich auf ein Hauptprogramm, löse in Bons statt in Katalogprämien ein und prüfe einmal jährlich die Verfallsdaten. Damit holst du praktisch alles heraus, was diese Programme hergeben — realistisch CHF 60 bis 150 im Jahr.

Und einmal im Jahr lohnt sich die Auskunftsanfrage nach revDSG bei dem Programm, bei dem du am meisten einkaufst. Nicht aus Misstrauen, sondern weil die meisten Menschen erst dann sehen, wie detailliert das Bild tatsächlich ist, das sie für ein Prozent hergeben.

Häufige Fragen

Wie viel bringen Loyalty-Programme in der Schweiz wirklich?
Bei den grossen Programmen rund 1 Prozent des Einkaufswerts. Bei Cumulus gibt es einen Punkt pro Franken und 500 Punkte ergeben einen Bon über CHF 5 — das sind 1 Prozent. Coop-Superpunkte sind beim Einlösen ungefähr einen Rappen pro Punkt wert und liegen damit in derselben Grössenordnung. Wer monatlich CHF 800 in einem Laden ausgibt, sammelt also etwa CHF 8.
Welches Bonusprogramm bringt am schnellsten eine Prämie?
Programme mit fixer Bon-Schwelle sind am schnellsten planbar: Bei einem Bon ab 500 Punkten und einem Punkt pro Franken brauchst du CHF 500 Umsatz. Prämien-Kataloge dauern meist deutlich länger und sind pro Punkt oft schlechter als der Bon. Faustregel: Wer schnell etwas in der Hand haben will, löst in Bons ein statt in Sachprämien.
Wie rechne ich den echten Gegenwert eines Programms aus?
Gegenwert der Prämie in Franken geteilt durch den Umsatz, der dafür nötig war, mal 100. Beispiel: ein Bon über CHF 5 für CHF 500 Umsatz ergibt 1 Prozent. Diese eine Rechnung entlarvt jedes Programm, egal wie kompliziert das Punktesystem aufgebaut ist.
Lohnt es sich, mehrere Programme zu sammeln?
Nur dort, wo du ohnehin einkaufst. Der Fehler ist, für Punkte den Laden zu wechseln oder mehr zu kaufen: Bei 1 Prozent Gegenwert ist ein um 5 Prozent teurerer Einkauf ein klares Verlustgeschäft. Punkte sind ein Rabatt auf Ausgaben, die du sowieso tätigst, kein Grund für zusätzliche Ausgaben.
Welche Daten sammeln Loyalty-Programme über mich?
In der Regel den vollständigen Warenkorb, Zeitpunkt und Filiale, die Einkaufsfrequenz und damit ein sehr genaues Bild von Haushalt, Ernährung, Gesundheit und Lebenssituation. Nach revDSG hast du ein Auskunftsrecht: Du kannst kostenlos verlangen, was über dich gespeichert ist, und musst innert 30 Tagen Antwort erhalten.
Ist Cashback besser als ein Punkteprogramm?
Cashback zahlt in Franken statt in Punkten und ist damit transparenter, weil der Wert nicht nachträglich angepasst werden kann. Die Prozentsätze liegen je nach Anbieter und Kategorie höher oder tiefer. Der grösste Vorteil ist die Klarheit: Ein Franken bleibt ein Franken, ein Punkt kann abgewertet werden.

Passend dazu

Erinnerung Punktewerte, Schwellen und Prämienkataloge ändern sich; verbindlich sind die Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Angaben zu Videte können sich ebenfalls ändern, verbindlich sind die AGB. Stand: August 2026.
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Wir betreiben selbst eine Werbeplattform und stehen damit in diesem Vergleich mit drin — die Zahlen zu unserem eigenen Modell sind auf der Seite für Werbekunden nachprüfbar.