- Bei den grossen Schweizer Programmen rund ein Prozent des Einkaufswerts.
- Gegenwert der Prämie in Franken geteilt durch den dafür nötigen Umsatz, mal 100.
- Bons mit fixer Schwelle sind am schnellsten und am besten planbar.
- Punkteprogramme zahlen rund ein Prozent auf Ausgaben, Cashback zahlt in Franken statt in Punkten, und bezahlte Aufmerksamkeit zahlt für Zeit statt für Einkäufe.
Wie viel bringen die Programme wirklich?
Ein Prozent klingt nach wenig und ist es auch. Der Grund, warum es sich trotzdem lohnt: Es kostet dich keine Zeit und keinen zusätzlichen Aufwand, sofern du dort ohnehin einkaufst. Die Karte wird gescannt, fertig.
| Monatlicher Umsatz im Laden | Punkte pro Monat | Gegenwert bei 1 % | Pro Jahr |
|---|---|---|---|
| CHF 300 | 300 | CHF 3 | CHF 36 |
| CHF 500 | 500 | CHF 5 | CHF 60 |
| CHF 800 | 800 | CHF 8 | CHF 96 |
| CHF 1'200 | 1'200 | CHF 12 | CHF 144 |
Einordnung: Ein durchschnittlicher Haushalt landet bei rund CHF 60 bis 150 im Jahr pro Programm. Das ist ein netter Nebeneffekt, aber niemand saniert damit sein Budget. Wer eine Verdopplung erwartet hat, sollte die nächsten beiden Abschnitte lesen — dort steht, wo tatsächlich mehr drinliegt und wo es Fallen gibt.
Die eine Rechnung, die jedes Programm entlarvt
Punktesysteme sind absichtlich unübersichtlich. Sobald zwischen deinem Einkauf und der Prämie mehrere Umrechnungsschritte liegen, verlierst du das Gefühl für den Wert — und genau darauf ist das Design ausgelegt. Die Formel stellt das Gefühl wieder her:
Beispiel: Bon über CHF 5 für CHF 500 Umsatz → (5 ÷ 500) × 100 = 1 %.
Zwei Dinge fallen damit sofort auf. Erstens: Sachprämien aus dem Katalog sind meist schlechter als Bons. Rechne den Katalogpreis der Prämie gegen die nötigen Punkte — oft landest du deutlich unter einem Prozent, weil der Anbieter den Gegenwert selbst festlegt. Zweitens: Punkte können abgewertet werden. Ein Franken bleibt ein Franken, ein Punkt ist wert, was der Anbieter heute sagt.
Für Punkte den Laden wechseln oder mehr kaufen. Bei einem Prozent Gegenwert ist ein um fünf Prozent teurerer Einkauf ein sicheres Verlustgeschäft. Punkte sind ein Rabatt auf Ausgaben, die du sowieso tätigst — nie ein Grund für zusätzliche Ausgaben.
Schnell zur Prämie: was am besten funktioniert
Wer regelmässig online einkauft und rasch etwas in der Hand haben will, fährt mit dieser Reihenfolge am besten:
- Ein Hauptprogramm dort, wo du am meisten ausgibst. Punkte auf fünf Programme zu verteilen heisst, fünf Schwellen nie zu erreichen. Konzentration schlägt Streuung.
- In Bons einlösen, nicht in Sachprämien. Der Bon hat einen klaren Frankenwert, der Katalog nicht.
- Aktionen mitnehmen, wenn sie ohnehin passen. Mehrfachpunkte auf Kategorien, die du sowieso kaufst, sind der einzige Weg, spürbar über ein Prozent zu kommen.
- Verfallsdaten prüfen. Punkte, die verfallen, sind der stille Verlust in fast jedem Programm.
- Cashback parallel laufen lassen. Das schliesst sich meist nicht aus und zahlt in Franken statt in Punkten — Details im Cashback-Vergleich Schweiz.
Womit du wirklich bezahlst
Das ist keine Unterstellung, sondern der Geschäftszweck: Ein Loyalty-Programm existiert, um Kundschaft zu binden und Einkaufsverhalten auswertbar zu machen. Das eine Prozent ist der Preis, den der Anbieter dafür zahlt — und aus seiner Sicht ein gutes Geschäft.
Aus dem Warenkorb lassen sich Dinge ableiten, die man nicht unbedingt teilen möchte: eine Schwangerschaft oft Wochen vor dem Umfeld, eine Ernährungsumstellung, eine Trennung, eine Krankheit. Nicht weil jemand böswillig ist, sondern weil die Daten es hergeben.
Wer wissen will, wie sich das von Werbe-Profiling unterscheidet und wann eine Auswertung als Profiling mit hohem Risiko gilt: Profiling mit hohem Risiko ordnet die Begriffe ein.
Punkte, Cashback oder Aufmerksamkeit — drei verschiedene Geschäfte
| Loyalty-Punkte | Cashback | Bezahlte Aufmerksamkeit | |
|---|---|---|---|
| Grundlage | dein Einkauf | dein Einkauf | deine Zeit |
| Vergütung in | Punkten | Franken | Franken |
| Nachträglich abwertbar | ja | nein | nein |
| Zeitaufwand | keiner | minimal | real |
| Du gibst preis | Warenkorb | Kaufhistorie | selbst deklariertes Profil |
Der letzte Punkt ist der eigentliche Unterschied. Beim Punktesammeln entsteht dein Profil aus dem, was du tust, ohne dass du es je bewusst angegeben hättest. Bei einer Plattform mit selbst deklariertem Profil entscheidest du, was drinsteht.
Wo Videte hineinpasst
Wir betreiben eine Schweizer Werbeplattform, die für Aufmerksamkeit statt für Einkäufe vergütet: rund CHF 0.15 pro angesehenem 30-Sekunden-Spot, 95 Prozent der Werbevergütung gehen an dich. Bei 30 bis 60 Minuten täglich sind das CHF 9 bis 18, das Tages-Maximum liegt bei CHF 34 (in der Founder-Phase CHF 44), Auszahlung ab CHF 200 auf ein Schweizer Konto.
Der ehrliche Vergleich: Ein Punkteprogramm kostet dich null Zeit und bringt dir bei CHF 800 Monatsumsatz rund CHF 8. Videte bringt mehr, kostet dafür echte Zeit. Das eine ersetzt das andere nicht — und wer keine Zeit übrig hat, fährt mit Punkten und Cashback besser.
In Franken statt in Punkten
Videte vergütet dich fürs Anschauen von Werbung — in Franken, mit offengelegter Rechnung, ohne Punktekurs, der sich ändern kann. Dein Profil gibst du selbst an, statt dass es aus deinem Warenkorb erschlossen wird.
Kostenlos registrierenWas bedeutet das für dich konkret?
Sammle dort, wo du ohnehin einkaufst, konzentriere dich auf ein Hauptprogramm, löse in Bons statt in Katalogprämien ein und prüfe einmal jährlich die Verfallsdaten. Damit holst du praktisch alles heraus, was diese Programme hergeben — realistisch CHF 60 bis 150 im Jahr.
Und einmal im Jahr lohnt sich die Auskunftsanfrage nach revDSG bei dem Programm, bei dem du am meisten einkaufst. Nicht aus Misstrauen, sondern weil die meisten Menschen erst dann sehen, wie detailliert das Bild tatsächlich ist, das sie für ein Prozent hergeben.