- Unternehmen zahlen CHF 0.158 pro verifiziertem 30-Sekunden-View. Davon gehen 95 Prozent (CHF 0.15) an die Person, die schaut, 5 Prozent an Videte in Bern.
- Ein Werbefranken an eine ausländische Plattform ist ein Sickerverlust erster Ordnung: Er verlässt den Schweizer Kreislauf sofort und vollständig.
- Ein Werbefranken an einen Schweizer Haushalt wird zu verfügbarem Einkommen, wird lokal ausgegeben und löst direkte, indirekte und induzierte Effekte aus — jede Runde mit MWST, Einkommens- und Gewinnsteuer.
- Weil jede Runde durch Importe, Sparen und Steuern kleiner wird, ist der Multiplikator grösser als 1, aber endlich. Wir nennen dafür keinen gemessenen Wert.
- Das ist kein schnelles Geld: Tages-Obergrenze CHF 34 (Founder CHF 44), steuerpflichtig, abhängig von den laufenden Kampagnen.
Das System in einem Bild
Der Kreislauf hat drei Akteure und eine Gegenleistung. Was ihn von der gewohnten Werbung unterscheidet, ist die Richtung des Geldes: Es endet nicht bei der Plattform, sondern geht zum grössten Teil an die Person, die die Aufmerksamkeit tatsächlich aufbringt — und diese Person wohnt in der Schweiz.
Die Schrittfolge
- Buchen. Das Unternehmen wählt eine Zielgruppe nach Region, Alter und Interessen, lädt ein Guthaben auf und legt das Maximalbudget fest. Es sieht Gruppen, keine Personen.
- Ausspielen. Videte zeigt den Spot im Feed jener Nutzerinnen und Nutzer, deren selbst deklariertes Profil zur Zielgruppe passt.
- Schauen. Der Spot dauert 30 Sekunden. Ob er bis zum Ende lief, prüft der Server, nicht der Browser. Erst ein verifizierter View zählt.
- Verteilen. Pro verifiziertem View werden CHF 0.158 vom Guthaben abgebucht: CHF 0.15 an die Person, die geschaut hat, CHF 0.008 an Videte.
- Auszahlen. Ab CHF 200 Guthaben wird monatlich per TWINT, PayPal oder Bank ausbezahlt. Vor der ersten Auszahlung prüfen wir Ausweis und Wohnsitz.
- Preis für Unternehmen: CHF 0.158 pro verifiziertem 30-Sekunden-View (CPM 158)
- Vergütung für Nutzer: CHF 0.15 pro Spot — 95 Prozent des Werbegelds; 5 Prozent bleiben bei Videte
- Tages-Obergrenze: CHF 34 pro Konto, CHF 44 für Founder-Konten
- Auszahlung: monatlich ab CHF 200 Guthaben, per TWINT, PayPal oder Bank
- Voraussetzung: Wohnsitz in der Schweiz und Ausweisprüfung vor der ersten Auszahlung; Daten nach revDSG, Hosting in der Schweiz
Warum ein verifizierter View etwas anderes ist als eine Impression, steht in Impressionen sind das falsche Mass für Werbewirkung. Hier geht es um die andere Frage: was mit dem Geld geschieht, nachdem es verteilt ist.
Wo der Franken heute landet
Der obere Balken zeigt den Markt, wie er ist. Der Anteil in Amber ist volkswirtschaftlich ein Sickerverlust erster Ordnung, also Geld, das den regionalen Kreislauf sofort und in voller Höhe verlässt: Es wird als Erlös eines ausländischen Konzerns verbucht, bezahlt dort Löhne und Dividenden und fällt dort unter die Gewinnsteuer. Die Aufmerksamkeit, mit der dieser Erlös verdient wird, liefern Menschen in der Schweiz — ohne Gegenleistung.
Der untere Balken zeigt, was mit einem einzelnen Franken passiert, der über Videte läuft. Dass beide Empfänger in der Schweiz sitzen, ist kein Versprechen, sondern eine Folge von drei Regeln, die im System fest eingebaut sind:
- Wohnsitzpflicht. Ein Konto gibt es nur mit Wohnsitz in der Schweiz; vor der ersten Auszahlung prüfen wir den Ausweis. Die 95 Prozent können gar nicht anderswohin fliessen.
- Auszahlung in Franken auf Schweizer Konten. Das Guthaben geht per TWINT, PayPal oder Banküberweisung an Haushalte, die Miete, Einkauf und Krankenkasse hier bezahlen.
- Firmensitz Bern. Die 5 Prozent sind Umsatz eines Berner Unternehmens und werden hier versteuert; was als Lohn oder Gewinn übrig bleibt, bleibt ebenfalls im Land.
Die Kettenreaktion: vom Werbefranken zur regionalen Wertschöpfung
Erste Runde: verfügbares Einkommen und Konsumneigung
Die Auszahlung von Videte kommt beim Haushalt als verfügbares Einkommen an, also als der Teil des Einkommens, der nach Steuern und Abgaben tatsächlich für Konsum oder Sparen zur Verfügung steht. Wie viel davon ausgegeben wird, beschreibt die marginale Konsumneigung: der Anteil jedes zusätzlichen Frankens, der in den Konsum fliesst statt aufs Sparkonto. Bei kleinen Zusatzbeträgen ist diese Neigung erfahrungsgemäss hoch; ein Nebenverdienst von ein paar Dutzend Franken im Monat wird eher ausgegeben als angelegt. Konkret heisst das: ein oder zwei Restaurantbesuche mehr pro Monat, ein Einkauf im Detailhandel, der Coiffeur, das Fitness-Abo, ein paar Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr.
Diese erste Runde ist die Kaufkraftbindung: Kaufkraft, die sonst als Konzernerlös das Land verlassen hätte, wird an einen Wohnsitz in der Schweiz gebunden und dort wirksam.
Zweite Runde: direkte, indirekte und induzierte Effekte
Was der Haushalt ausgibt, kommt beim Gastronomen, beim Händler oder bei der Dienstleisterin als Umsatz an. Die Volkswirtschaftslehre unterscheidet hier drei Wirkungsebenen:
- Direkter Effekt: der Umsatz des Betriebs, in dem das Geld ausgegeben wird — das Restaurant, der Laden, das Studio.
- Indirekter Effekt: der Betrieb kauft ein, um diesen Umsatz zu erbringen — Lebensmittel beim regionalen Lieferanten, Waren beim Grossisten, Reinigung, Buchhaltung, Miete. Die Wertschöpfungskette, also die Abfolge der Betriebe, die je einen Teil des Endprodukts beisteuern, wird Glied für Glied mitfinanziert.
- Induzierter Effekt: Betriebe und Lieferanten zahlen Löhne, sichern oder schaffen Stellen (der Beschäftigungseffekt), und die Mitarbeitenden geben ihren Lohn wiederum aus. Damit beginnt die nächste Konsumrunde.
Jede Runde: Steuersubstrat für Bund, Kanton und Gemeinde
An jeder Station dieses Umlaufs greift der Staat zu, und zwar mehrfach. Auf jeden Konsumfranken fällt Mehrwertsteuer an, in jeder Runde neu. Der Lohn, der aus dem Umsatz bezahlt wird, unterliegt der Einkommenssteuer; der Gewinn des Betriebs der Gewinnsteuer. Das ist das Steuersubstrat: die Gesamtheit der Einkommen, Umsätze und Gewinne, auf die eine Gemeinde, ein Kanton und der Bund Steuern erheben können. Ein Franken, der drei Konsumrunden im Land dreht, wird dreimal zu Steuersubstrat. Ein Franken, der als Konzernerlös ins Ausland geht, wird es null Mal.
Warum der Multiplikator grösser als 1, aber endlich ist
In jeder Runde verlässt ein Teil des Geldes den regionalen Kreislauf. Diese Sickerverluste (im Fachjargon Leakage) haben drei Quellen: Importe, weil ein Teil der gekauften Waren aus dem Ausland stammt und der Franken dorthin geht; Sparen, weil nicht der ganze Zusatzfranken ausgegeben wird; und Steuern, die den Kreislauf zwar nicht verlassen, aber in dieser Runde nicht als Konsum zurückkommen. Deshalb ist jede Runde kleiner als die vorherige, und die Reihe läuft aus. Die Summe aller Runden geteilt durch den ursprünglichen Franken ist der regionale Multiplikator. Er ist grösser als 1, weil der Franken mehr als einmal ausgegeben wird, und er ist endlich, weil er in jeder Runde versickert.
Annahme: Ein Haushalt erhält CHF 100 zusätzliches verfügbares Einkommen aus Videte. Annahme: Die marginale Konsumneigung beträgt 0,7; davon werden 50 Prozent bei Betrieben in der Region ausgegeben. Pro Runde bleiben also 35 Prozent des Betrags im regionalen Kreislauf. Beide Werte sind gesetzt, um den Mechanismus zu zeigen; sie sind nicht gemessen.
| Runde | Was passiert | Regionaler Umsatz |
|---|---|---|
| 0 | Auszahlung an den Haushalt | CHF 100.00 (Einkommen) |
| 1 | Haushalt: Restaurant, Handel, ÖV | CHF 35.00 |
| 2 | Betriebe: Einkauf und Löhne werden ausgegeben | CHF 12.25 |
| 3 | Lieferanten und Mitarbeitende konsumieren | CHF 4.29 |
| 4 ff. | Auslaufende Restrunden | CHF 2.31 |
| Summe | Einkommen plus alle Konsumrunden | rund CHF 154 |
Unter diesen Annahmen ergibt sich ein Multiplikator von rund 1,5: Aus CHF 100 Einkommen werden rund CHF 154 wirtschaftliche Aktivität in der Region, verteilt auf mehrere Runden, und jede Runde mit Mehrwertsteuer auf dem Umsatz, Einkommenssteuer auf den Löhnen und Gewinnsteuer auf dem Gewinn. Derselbe Franken an eine ausländische Plattform: Runde 0 findet im Ausland statt, die regionale Summe ist null. Wer mit anderen Annahmen rechnet, bekommt einen anderen Multiplikator; die Richtung des Unterschieds bleibt.
Der Kontrast: Sickerverlust erster Ordnung
Beim Werbefranken an eine ausländische Plattform passiert die Kettenreaktion nicht in verkleinerter Form, sie findet in der Schweiz gar nicht statt. Das Geld verlässt den Kreislauf vor der ersten Runde, deshalb sprechen wir von einem Sickerverlust erster Ordnung. Was davon zurückkommt, sind die lokalen Ausgaben des Konzerns für Büros und Personal in der Schweiz — ein Bruchteil des Erlöses, der hier verdient wird. Bei Videte ist es umgekehrt: Der Bruchteil, der das Land verlässt, betrifft einzelne Dienstleistungen innerhalb der 5-Prozent-Marge; die 95 Prozent starten die Kettenreaktion vollständig im Inland.
Drei Gewinner — Volk, Staat, Unternehmen
Das Volk: Nebenverdienst und Datenhoheit
Heute liefert jede Person, die einen Werbespot sieht, den Rohstoff des Werbemarkts — die Aufmerksamkeit — ohne Gegenleistung. Bei Videte sind es CHF 0.15 pro 30 Sekunden, ausbezahlt ab CHF 200. Volkswirtschaftlich ist das der Eintrittspunkt der Kettenreaktion: verfügbares Einkommen bei einem Haushalt mit Schweizer Wohnsitz. Dazu kommt etwas, das sich nicht in Franken ausdrücken lässt: Das Profil ist selbst deklariert statt aus dem Verhalten geschnitten, Unternehmen sehen anonymisierte Gruppen, die Daten werden nicht verkauft, das Hosting steht in der Schweiz, und das revidierte Datenschutzgesetz gilt ohne Umweg über einen ausländischen Konzernsitz.
Die ehrliche Grenze: Der Verdienst ist steuerpflichtig, nicht garantiert und abhängig davon, wie viele Kampagnen gerade zu Ihrem Profil passen. Die Tages-Obergrenze von CHF 34 ist ein Maximum, kein Durchschnitt. Wie Sie den Nebenverdienst korrekt deklarieren, steht in Nebenverdienst in der Schweiz versteuern: Der komplette Guide 2026.
Der Staat: Steuersubstrat auf jeder Runde
Werbegeld, das als Erlös eines ausländischen Konzerns verbucht wird, ist für Bund, Kantone und Gemeinden weitgehend ausser Reichweite. Werbegeld, das an Haushalte mit Schweizer Wohnsitz geht, ist Einkommen und wird hier versteuert; was davon ausgegeben wird, trägt Mehrwertsteuer; was daraus Lohn und Gewinn wird, trägt Einkommens- und Gewinnsteuer — in jeder Runde. Die 5 Prozent, die Videte behält, sind Umsatz eines Berner Unternehmens und ebenfalls hier steuerbar.
Die ehrliche Grenze: Wir nennen dafür keinen Betrag, weil wir keinen seriösen kennen. Es ist eine Umlenkung von Kaufkraft innerhalb des Landes, keine neue Wertschöpfung, und Videte ist im Verhältnis zum Gesamtmarkt klein. Der Nutzen für den Staat ist qualitativ richtig und quantitativ heute nicht messbar.
Die Unternehmen: Aufmerksamkeit statt Impressionen
Ein Unternehmen bezahlt CHF 0.158 pro View — aber nur für Views, die serverseitig als vollständig angesehen bestätigt sind. Eine Impression, die nach zwei Sekunden weggescrollt wurde, kostet nichts. Das Targeting stützt sich auf Angaben, die die Nutzenden selbst gemacht haben, nicht auf Tracking über fremde Websites. Das ist revDSG-konform, und es reduziert den Streuverlust, weil der Spot nur an Menschen geht, die ihre Zugehörigkeit zur Zielgruppe selbst erklärt haben. Und für ein Schweizer KMU kommt ein Argument dazu, das sich in der eigenen Kundschaft auszahlt: Das Werbebudget landet bei Menschen, die morgen im eigenen Laden stehen können.
Die ehrliche Grenze: CPM 158 ist im Vergleich zu programmatischen Impressionen teuer, weil ein anderes Gut gekauft wird. Und Videte ersetzt keine Suchmaschinenwerbung und keine Reichweite in Millionenhöhe. Es ist ein zweiter Kanal, an dem sich der erste messen lässt.
Was das nicht ist
- Kein schnelles Geld. CHF 0.15 pro Spot und eine Tages-Obergrenze von CHF 34 (Founder: CHF 44) setzen die Grössenordnung. Die Obergrenze ist Absicht: Sie hält Betrug unattraktiv und schützt den Wert der Aufmerksamkeit für die Werbekunden.
- Nicht garantiert. Wie viele Spots Sie sehen, hängt davon ab, wie viele Kampagnen zu Ihrem Profil passen. An manchen Tagen sind es wenige.
- Kein Ersatz für die grossen Plattformen. Suchwerbung, Millionenreichweite und die Werkzeuge der grossen Anbieter liefert Videte nicht. Die sinnvolle Frage für ein Unternehmen ist nicht «entweder oder», sondern wie viel Budget bei einem einzigen Anbieter liegt.
- Der Multiplikator ist kein Freibrief. Er gilt für jeden Franken, der im Land bleibt, nicht nur für Videte; er ist bei uns nicht gemessen; und er macht aus einer Umlenkung keine Schöpfung. Wer mit ihm konkrete Beträge für die Volkswirtschaft verspricht, überdehnt das Argument.
- Steuerpflichtig. Der Nebenverdienst gehört in die Steuererklärung. Das ist kein Nachteil des Modells, sondern sein volkswirtschaftlicher Kern: Der Franken wird hier zu Steuersubstrat.
Was bedeutet das für Sie konkret?
Als Privatperson
- Sie brauchen einen Wohnsitz in der Schweiz und vor der ersten Auszahlung einen gültigen Ausweis. Ohne beides funktioniert das Konto nicht.
- Rechnen Sie mit einem Nebenverdienst, nicht mit einem Einkommen: CHF 0.15 pro Spot, höchstens CHF 34 pro Tag, Auszahlung ab CHF 200 monatlich.
- Legen Sie die Einnahmen für die Steuererklärung ab. Der Betrag ist steuerpflichtig, und die Auszahlungen sind auf Ihrem Konto nachvollziehbar.
Konto eröffnen und Profil anlegen
Registrieren, Fragebogen ausfüllen, Spots ansehen. CHF 0.15 pro verifiziertem 30-Sekunden-Spot, Auszahlung monatlich ab CHF 200 per TWINT, PayPal oder Bank.
Jetzt registrierenAls Unternehmen
- Sehen Sie Videte als zweiten Kanal, nicht als Ersatz. Ein kleiner Anteil des Budgets reicht, um verifizierte Views mit dem zu vergleichen, was Ihre bisherigen Kanäle als Impressionen melden.
- Kalkulieren Sie mit CHF 0.158 pro verifiziertem View (CPM 158). Nicht verifizierte Views kosten nichts; das Guthaben-Modell hat keine Laufzeit.
- Nutzen Sie das Targeting so, wie es gedacht ist: Zielgruppen aus selbst deklarierten Angaben, revDSG-konform, ohne Einzelprofile. Und rechnen Sie den Kreislauf mit: Was Sie bei Videte ausgeben, wird bei Haushalten in Ihrer Region zu Kaufkraft.
Kampagne mit kleinem Einsatz testen
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