- Meist aus einer Auszahlungsschwelle, die zum Tagesverdienst umgedeutet wird.
- Bei Videte CHF 9 bis 18 für 30 bis 60 Minuten täglich, mit einem harten Tages-Maximum von CHF 34 — in der Founder-Phase CHF 44.
- Versprochener Tagesbetrag geteilt durch Vergütung pro Spot ergibt die nötige Anzahl Spots.
Die Rechnung, aufgemacht
So kommt die Zahl zustande: Werbetreibende zahlen bei uns einen Tausender-Kontaktpreis von CHF 158 für verifizierte Aufmerksamkeit. Davon gehen 95 Prozent an den Nutzer. CHF 158 geteilt durch 1'000 Views, mal 0.95, ergibt rund CHF 0.15 pro angesehenem Spot.
| Ziel pro Tag | Nötige Spots | Reine Werbezeit | Realistisch? |
|---|---|---|---|
| CHF 9 | 60 | 30 Minuten | ja |
| CHF 18 | 120 | 1 Stunde | ja |
| CHF 34 (Tages-Maximum) | 227 | ca. 1 Stunde 54 Minuten | Obergrenze |
| CHF 100 | 667 | ca. 5 Stunden 34 Minuten | nein |
| CHF 200 | 1'333 | ca. 11 Stunden 6 Minuten | nein |
Selbst wenn jemand elf Stunden am Tag durchhielte, scheitert es an der zweiten Hürde: Es gibt gar nicht so viel gebuchte Werbung. Kein Schweizer Werbekunde bucht 1'333 Spots pro Tag und Person. Das Inventar existiert nicht — unabhängig davon, wie lange jemand schauen möchte.
Woher die Zahl 200 tatsächlich stammt
Der Unterschied ist gross. Eine Auszahlungsschwelle ist ein Sammelbetrag: Du sammelst Gutschriften, bis die Schwelle erreicht ist, dann geht das Geld aufs Konto. Bei 30 bis 60 Minuten täglich dauert das rund 11 bis 22 Tage.
Die zweite Quelle sind Punkte-Systeme. Wer «200 Punkte pro Tag» verspricht, sagt nichts über Franken — und behält sich vor, den Umrechnungskurs jederzeit zu ändern. Deshalb rechnen wir in Franken und nennen den Preis, den der Werbekunde zahlt.
Was pro Tag wirklich zusammenkommt
Das Tages-Maximum ist kein Schikane-Deckel, sondern eine Folge der Mechanik: Das Geld kommt von Werbetreibenden, und deren Budget ist endlich. Eine Plattform ohne Obergrenze verspricht Geld, hinter dem kein Werbekunde steht. Spätestens bei der Auszahlung wird das sichtbar — dann nämlich, wenn sie ausbleibt.
Einordnung: Wer mehr braucht als Sackgeld, kommt an bezahlter Arbeit oder einem Skill nicht vorbei. Der Vergleich aller Wege mit ehrlichen Stundensätzen steht im Pillar Online-Nebenjob Schweiz.
Jedes Versprechen in 30 Sekunden nachrechnen
Beispiel mit einer typischen Anzeige: «CHF 150 täglich, nur Videos schauen.» Angenommen, die Vergütung liegt bei CHF 0.10 pro Spot — dann sind das 1'500 Spots. Bei 30 Sekunden pro Spot ergibt das 12,5 Stunden. Damit ist die Sache erledigt, ohne dass man die Plattform überhaupt kennen muss.
- Vergütung in Punkten ohne festen Franken-Gegenwert.
- Auszahlungsschwelle, die steigt, je näher du ihr kommst.
- Der Hauptverdienst entsteht durchs Anwerben weiterer Nutzer — in der Schweiz nach UWG unzulässig.
- Kein Firmensitz, kein Handelsregistereintrag, nur ein Kontaktformular.
Mehr dazu in der ausführlichen Scam-Checkliste im Artikel Online-Nebenjob Schweiz und in Umfrage-Plattformen und Datenschutz.
Lieber nachrechenbar als vielversprechend
CHF 0.15 pro 30-Sekunden-Spot, 95 Prozent der Vergütung an dich, Tages-Maximum CHF 34, Auszahlung ab CHF 200 aufs Schweizer Konto. Alle Zahlen offen — auch die unbequemen.
Kostenlos registrierenWas bedeutet das für dich konkret?
Wenn dich eine Anzeige mit CHF 200 pro Tag hierher gebracht hat: Diese Zahl gibt es — aber als Auszahlungsschwelle nach zwei bis drei Wochen, nicht als Tagesverdienst. Wer sie dir als Tagesverdienst verkauft, hat entweder nicht gerechnet oder rechnet damit, dass du es nicht tust.
Und der ehrliche Teil zu uns selbst: Mit CHF 9 bis 18 am Tag gewinnt man keinen Vergleich gegen ein Versprechen von CHF 200. Wir nennen die Zahl trotzdem, weil sie stimmt und weil du sie mit unserer Preisliste nachrechnen kannst. Das ist der einzige Unterschied, der bei der Auszahlung zählt.