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Online Geld verdienen mit KI: was realistisch geht

27. August 2026 9 Min. Lesezeit
Person am Laptop bei der Bewertung von KI-Ausgaben
Bild: Oast House Archive · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Rund um KI wird viel Geld verdient — nur selten von denen, denen es versprochen wird. Dieser Artikel trennt die drei Wege, die tatsächlich bezahlt werden, von der Kategorie, die vor allem Kurse verkauft. Mit einem Schweizer Vorteil, den kaum jemand nutzt, und einem ehrlichen Vergleich zu unserem eigenen Modell.
Kurz gesagt
  • Bezahlt wird nicht die KI, sondern der Mensch, der etwas beisteuert, was das Modell nicht hat: Sprache aus der Region, Fachurteil oder Kundenzugang.
  • Trainingsdaten sind der einzige Weg ohne Vorleistung — monoton, in Wellen verfügbar, aber ehrlich bezahlt.
  • Schweizerdeutsche Dialekte und Rätoromanisch werden überdurchschnittlich vergütet, weil kaum jemand dafür verfügbar ist.
  • «KI-Automatisierung als passives Einkommen» ist in der beworbenen Form fast immer ein Kursverkauf.
Hinweis zu den Zahlen Alle Beträge sind Orientierungswerte für den Schweizer Markt 2025/2026 und schwanken nach Anbieter, Qualifikation und Nachfrage. Wo uns keine belastbare Spanne vorliegt, steht das ausdrücklich da. Wir betreiben selbst eine Werbeplattform und führen sie im Vergleich mit auf — auch dort, wo sie schlechter abschneidet.
Inhalt
  1. Womit sich mit KI tatsächlich Geld verdienen lässt
  2. Trainingsdaten: der Weg ohne Vorleistung
  3. Prüfen und Korrigieren: wo Fachwissen zählt
  4. KI als Werkzeug — und warum das kein Verdienstmodell ist
  5. Wo sich das Videte-Modell unterscheidet
  6. Steuern und AHV in zwei Sätzen
  7. Was bedeutet das für dich konkret?

Womit sich mit KI tatsächlich Geld verdienen lässt

Direkte Antwort
Nicht mit der KI selbst, sondern mit dem, was drumherum nötig bleibt: Trainingsdaten liefern, Ausgaben prüfen und korrigieren, und KI als Werkzeug in einer Dienstleistung einsetzen, für die es Kunden gibt.

Die Erzählung «KI verdient Geld für dich, während du schläfst» verkauft Kurse, keine Ergebnisse. Was tatsächlich bezahlt wird, zerfällt in drei Kategorien — und nur eine davon ist ohne Vorleistung zugänglich.

KategorieWas du lieferstVorleistungErster Franken nach
Trainingsdaten und AnnotationSprachaufnahmen, Bildkategorien, Bewertungenkeine, teils EingangstestTagen
Prüfen und KorrigierenFachurteil über KI-Ausgabenechtes FachwissenWochen
KI als Werkzeugeine Dienstleistung, schneller erbrachtKundenstamm oder AkquiseMonaten

Der entscheidende Satz: In allen drei Fällen wird nicht die KI bezahlt, sondern ein Mensch, der etwas beisteuert, was das Modell nicht hat — Sprache aus der Region, Fachurteil oder Kundenzugang.

Trainingsdaten: der Weg ohne Vorleistung

Direkte Antwort
Plattformen wie Clickworker, Appen oder Toloka bezahlen für Sprachaufnahmen, Bildannotation und Bewertung von Modellausgaben. Der Stundenlohn liegt breit gestreut, typischerweise im tiefen einstelligen bis mittleren zweistelligen Frankenbereich.

Für die Schweiz gibt es hier einen realen Vorteil, der selten genannt wird: Schweizerdeutsch und Rätoromanisch sind stark unterrepräsentiert. Sprachaufnahme-Projekte für Dialekte werden besser vergütet als englische Standardaufgaben, weil das Angebot klein ist. Wer Dialekt spricht, sollte im Profil ausdrücklich angeben, welchen.

Der zweite Vorteil: Französisch und Italienisch als Zweitsprache. Aufgaben in diesen Sprachen sind weniger umkämpft als englische.

Realistische Einordnung: Das ist Akkordarbeit am Bildschirm. Sie ist ehrlich bezahlt, aber monoton, und die Aufgaben kommen in Wellen — wochenlang nichts, dann mehrere Tage am Stück. Planbar ist das nicht.

Prüfen und Korrigieren: wo Fachwissen zählt

Direkte Antwort
Wer in einem Fach wirklich zu Hause ist — Medizin, Recht, Buchhaltung, Programmierung — wird dafür bezahlt, KI-Ausgaben zu bewerten. Das ist die bestbezahlte Kategorie und gleichzeitig die mit der höchsten Eintrittshürde.

Der Bedarf entsteht, weil ein Modell in Fachfragen falsch und überzeugend zugleich sein kann. Genau diese Fälle muss jemand erkennen, der die Materie beherrscht. Die Plattformen prüfen das mit Eingangstests, die nicht trivial sind.

Wer hier hineinkommt, hat den mit Abstand besten Stundensatz dieses ganzen Artikels — und braucht dafür eine Ausbildung, die Jahre gekostet hat. Das ist kein Nebenverdienst-Einstieg, sondern die Verwertung vorhandener Qualifikation.

KI als Werkzeug — und warum das kein Verdienstmodell ist

Direkte Antwort
KI beschleunigt eine Dienstleistung, die du ohnehin anbietest. Sie ersetzt aber nicht den Teil, der wirklich schwierig ist: Kunden zu finden, die dafür bezahlen.

Hier steckt der häufigste Denkfehler. «Mit KI Texte schreiben und verkaufen» klingt nach einem Geschäftsmodell, ist aber zwei Dinge: ein Werkzeug und ein Vertriebsproblem. Das Werkzeug ist gratis geworden — für alle gleichzeitig. Genau deshalb ist der Preis für einfache Texte gefallen, nicht gestiegen.

Warnsignal: Angebote, die «KI-Automatisierung» als passives Einkommen verkaufen, verlangen fast immer zuerst einen kostenpflichtigen Kurs. Der Kurs ist das Geschäftsmodell — nicht die Automatisierung.

Was funktioniert: KI in einer Dienstleistung einsetzen, für die du bereits Kunden hast. Was nicht funktioniert: erwarten, dass das Werkzeug den Kundenstamm mitliefert.

Wo sich das Videte-Modell unterscheidet

Direkte Antwort
Auf zwei Achsen: Die Vergütung ist sofort und planbar statt wellenförmig — dafür ist die Obergrenze fest, während KI-Arbeit mit wachsender Qualifikation nach oben offen ist.
MerkmalKI-ArbeitVidete
EintrittshürdeEingangstest bis Fachausbildungkeine
Verfügbarkeitin Wellen, projektabhängigtäglich, solange Inventar da ist
Obergrenzenach oben offen mit Qualifikationfest: 60 vergütete Minuten pro Tag
Deine Datenfließen ins Modell, meist ohne Einsichtselbst angegeben, jederzeit einsehbar
Sitz und Rechtüberwiegend USABern, revDSG

Wo Videte klar schlechter ist: Wer eine Fachausbildung hat und einen Eingangstest besteht, verdient mit dem Prüfen von KI-Ausgaben ein Vielfaches dessen, was bei uns pro Stunde möglich ist — und ohne Tagesdeckel. Für qualifizierte Menschen mit Zeit ist das der bessere Weg, und wir sagen das lieber selbst, als es zu verschweigen.

Wo der Unterschied für uns spricht: Es gibt keinen Eingangstest, keine Wartezeit auf das nächste Projekt und keine Frage, wofür deine Beiträge später verwendet werden. Warum wir die Obergrenze bewusst gesetzt haben, steht in Warum deine Aufmerksamkeit bezahlt gehört.

Steuern und AHV in zwei Sätzen

Direkte Antwort
Jeder Franken ist ab dem ersten steuerpflichtig, auch von ausländischen Plattformen. Die AHV-Anmeldung als Selbständiger wird erst ab CHF 2'500 Jahreseinkommen aus Nebenerwerb zur Pflicht.

Die beiden Schwellen werden ständig verwechselt. Steuerlich kennt die Schweiz keinen Freibetrag auf Erwerbseinkommen — die CHF 2'500 sind eine sozialversicherungsrechtliche Grenze, keine steuerliche. Belege der Plattform aufbewahren, Jahressumme deklarieren, fertig.

Ausführlich in Nebenverdienst versteuern und AHV-Anmeldung.

Was bedeutet das für dich konkret?

Direkte Antwort
Wenn du eine Fachqualifikation hast, versuche die Eingangstests der Prüfplattformen — das ist der einzige Weg dieses Artikels mit wirklich gutem Stundensatz. Wenn nicht, sind Trainingsdaten der realistische Einstieg, mit Dialekt als echtem Vorteil.

Und lass die Kategorie «KI-Automatisierung als passives Einkommen» aus. Sie verkauft eine Abkürzung, die es nicht gibt, und die Kosten dafür fallen vor dem ersten Ertrag an.

Realistisch ist bei Trainingsdaten ein niedriger dreistelliger Betrag pro Monat bei regelmässiger Verfügbarkeit — mit der ausdrücklichen Einschränkung, dass es Monate ohne Projekte gibt. Die übrigen Wege im Vergleich stehen in Online-Nebenjob Schweiz.

Der Weg ohne Vorleistung

Videte vergütet dich fürs Anschauen von Werbung — 95 Prozent der Werbe­vergütung gehen an dich, höchstens 60 vergütete Minuten pro Tag, Auszahlung ab CHF 200 auf ein Schweizer Konto. Keine Anmeldegebühr, kein Startpaket, keine Vergütung fürs Anwerben anderer.

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Häufige Fragen

Kann man mit KI online Geld verdienen?
Ja, aber nicht mit der KI selbst. Bezahlt werden drei Dinge: Trainingsdaten wie Sprachaufnahmen und Bildannotation, das fachliche Prüfen von KI-Ausgaben, und KI als Werkzeug in einer Dienstleistung mit bestehendem Kundenstamm. Nur die erste Kategorie ist ohne Vorleistung zugänglich.
Was bringt das Liefern von Trainingsdaten?
Der Stundenlohn ist breit gestreut, typischerweise im tiefen einstelligen bis mittleren zweistelligen Frankenbereich je nach Aufgabentyp. Die Aufgaben kommen in Wellen und sind nicht planbar. Schweizerdeutsche Dialekte und Rätoromanisch werden besser vergütet, weil das Angebot klein ist.
Lohnt sich KI-Automatisierung als passives Einkommen?
In der beworbenen Form fast nie. Das Werkzeug ist für alle gleichzeitig gratis geworden, weshalb der Preis für einfache Ergebnisse gefallen ist. Angebote, die das als passives Einkommen verkaufen, verlangen in der Regel zuerst einen kostenpflichtigen Kurs — der Kurs ist das Geschäftsmodell.
Welche KI-Arbeit zahlt am besten?
Das fachliche Prüfen von Modellausgaben in Medizin, Recht, Buchhaltung oder Programmierung. Der Zugang läuft über Eingangstests, die eine echte Ausbildung voraussetzen. Es ist die Verwertung vorhandener Qualifikation, kein Einstieg für Anfänger.
Was ist der Unterschied zum Videte-Modell?
KI-Arbeit ist nach oben offen, aber gebunden an Eingangstests und projektabhängige Wellen. Videte hat keine Eintrittshürde und ist täglich verfügbar, dafür einen festen Deckel von 60 vergüteten Minuten pro Tag. Wer eine Fachqualifikation hat, verdient mit dem Prüfen von KI-Ausgaben deutlich mehr als bei uns.
Ist ein Dialekt wirklich ein Vorteil?
Ja, und zwar ein unterbewerteter. Sprachprojekte für schweizerdeutsche Dialekte und Rätoromanisch sind selten besetzt, weil kaum jemand dafür verfügbar ist. Wer im Profil ausdrücklich angibt, welchen Dialekt er spricht, erhält mehr und besser vergütete Einladungen.

Vertiefungen

Erinnerung Preisspannen sind Orientierungswerte für den Schweizer Markt 2025/2026. Verbindlich sind die Preislisten der Vermarkter und Verlage. Angaben zu Videte können sich ändern; verbindlich sind die AGB. Stand: August 2026.
Über den Herausgeber
Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Videte Marketing Solutions. Plattform-Inhaber: Muaz Arnaut, Bern. Mehr über uns auf /ueber-uns.
Wir betreiben selbst eine Werbeplattform und sind in der Kanaltabelle mit aufgeführt. Die Zahlen der übrigen Kanäle stammen aus öffentlich zugänglichen Marktdaten; wo uns keine belastbare Angabe vorliegt, steht das ausdrücklich in der Tabelle.