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Online Geld verdienen mit Übersetzen

27. August 2026 8 Min. Lesezeit
Übersetzerin bei der Arbeit an einem Fachtext
Bild: Oast House Archive · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Der Übersetzungsmarkt hat sich schneller verändert als der Textmarkt, und die Folgen sind dieselben: Einfaches wird nicht mehr bezahlt, Schwieriges besser als vorher. Dieser Artikel zeigt, was übrig bleibt, warum drei Landessprachen in einer Rechtsordnung ein seltener Vorteil sind, woher Aufträge kommen — und wo unser Modell abweicht.
Kurz gesagt
  • Allgemeine Übersetzungen macht die Maschine. Bezahlt werden Nachbearbeitung, Fachübersetzung mit Haftung und alles Amtliche.
  • Der Schweizer Vorteil ist nicht die Sprache, sondern die Terminologie — Recht, Verwaltung, Versicherung, Schulwesen.
  • «Deutsch–Französisch für Schweizer Recht» ist dieselbe Fähigkeit wie «Deutsch–Französisch», aber ein anderer Preis.
  • Beglaubigte Übersetzungen sind der planbarste Teil des Markts — an anerkannte Personen gebunden, Anforderungen kantonal verschieden.
Hinweis zu den Zahlen Alle Beträge sind Orientierungswerte für den Schweizer Markt 2025/2026 und schwanken nach Anbieter, Qualifikation und Nachfrage. Wo uns keine belastbare Spanne vorliegt, steht das ausdrücklich da. Wir betreiben selbst eine Werbeplattform und führen sie im Vergleich mit auf — auch dort, wo sie schlechter abschneidet.
Inhalt
  1. Der Übersetzungsmarkt nach der Maschine
  2. Drei Sprachen, eine Rechtsordnung
  3. Wie man an Aufträge kommt
  4. Wo sich das Videte-Modell unterscheidet
  5. Steuern und AHV in zwei Sätzen
  6. Was bedeutet das für dich konkret?

Der Übersetzungsmarkt nach der Maschine

Direkte Antwort
Einfache Übersetzungen macht die Maschine. Bezahlt wird heute die Nachbearbeitung maschineller Rohfassungen, die Fachübersetzung mit Haftung, und alles, was amtlich anerkannt sein muss.

Die Veränderung ist ähnlich wie beim Texten, aber schneller verlaufen. Wer heute allgemeine Übersetzungen anbietet, konkurriert mit einem Werkzeug, das in Sekunden eine brauchbare Rohfassung liefert. Wer die Bereiche bedient, in denen eine Rohfassung nicht genügt, hat weniger Konkurrenz als vorher.

BereichNachfrageWarum
Allgemeine Textestark gefallenmaschinell in Sekunden
Nachbearbeitung maschineller Fassungenstark gestiegenjemand muss prüfen, was herauskam
Recht, Medizin, Technikstabil bis steigendFehler haben Folgen, jemand haftet
Beglaubigte Übersetzungenstabilan anerkannte Personen gebunden
Marketing und TranskreationstabilWirkung, nicht Wortlaut

Zur Nachbearbeitung, ehrlich gesagt: Sie wird oft schlechter vergütet als eine eigene Übersetzung und kann mehr Zeit kosten, wenn die Rohfassung schlecht ist. Wer sie annimmt, sollte nach Zeit abrechnen oder die Rohfassung vorher ansehen dürfen.

Der Schweizer Vorteil: drei Sprachen, eine Rechtsordnung

Direkte Antwort
Deutsch, Französisch und Italienisch für denselben Rechts- und Verwaltungsraum ist eine Kombination, die es sonst kaum gibt. Wer sie beherrscht, bedient einen Bedarf, den auslandsansässige Übersetzer nicht abdecken können.

Der Grund ist nicht die Sprache selbst, sondern die Terminologie. Ein Rechtsbegriff aus dem Obligationenrecht hat im französischen Schweizer Recht eine feste Entsprechung — nicht die, die ein französisches Wörterbuch nennt. Dasselbe gilt für Verwaltung, Versicherung, Schulwesen und Bauwesen.

Konkret heißt das: Nicht «Deutsch–Französisch» anbieten, sondern «Deutsch–Französisch für Schweizer Recht und Verwaltung». Das ist eine engere und deutlich besser bezahlte Beschreibung derselben Fähigkeit.

Beglaubigte Übersetzungen sind der am stärksten geschützte Teil des Markts: Sie sind an anerkannte Personen gebunden, die Anforderungen unterscheiden sich kantonal, und die Nachfrage ist konstant — Zeugnisse, Urkunden, Registerauszüge. Wer den Zugang hat, hat planbare Aufträge.

Wie man an Aufträge kommt

Direkte Antwort
Über Agenturen und Sprachdienstleister, über Plattformen, und über Direktkunden. Wie beim Texten zahlt nur der dritte Weg wirklich gut — aber der zweite ist hier deutlich weniger überlaufen als im allgemeinen Textmarkt.
  • Agenturen und Sprachdienstleister: der übliche Einstieg. Aufnahme meist über Probeübersetzung. Vergütung mittel, Auslastung planbar.
  • Plattformen: sofort verfügbar, breite Preisspanne. Für seltene Sprachrichtungen deutlich besser als für Englisch.
  • Direktkunden: Anwälte, Treuhänder, KMU mit mehrsprachigem Auftritt, Gemeinden. Braucht Akquise, zahlt dafür ohne Zwischenmarge.

Ein Zugang, den kaum jemand nutzt: Schweizer KMU, die auf Französisch oder Italienisch expandieren, brauchen laufend kleine Übersetzungen — Website, Offerten, Korrespondenz. Diese Aufträge sind zu klein für Agenturen und werden deshalb oft gar nicht vergeben oder intern schlecht gemacht.

Konkrete Wort- oder Zeilenpreise nennen wir hier nicht als feste Zahl: Sie unterscheiden sich stark nach Sprachrichtung, Fachgebiet, Beglaubigung und Auftraggebertyp. Verbindlich ist die jeweilige Vereinbarung.

Wo sich das Videte-Modell unterscheidet

Direkte Antwort
Übersetzen ist qualifizierte Arbeit mit entsprechendem Stundensatz und ohne Obergrenze. Unser Modell verlangt keine Qualifikation und hat einen Deckel — die beiden bedienen unterschiedliche Ausgangslagen, nicht dieselbe.
MerkmalÜbersetzenVidete
Qualifikationzwei Sprachen auf hohem Niveau plus Fachgebietkeine
Stundensatzdeutlich höherniedriger, dafür ohne Vorbedingung
Auftragslageschwankt, Akquise nötiggleichbleibend verfügbar
VerpflichtungenFristen, Haftung, Korrekturenkeine
Schweizer Bezugist der Wettbewerbsvorteilist der Rechtsrahmen

Wo Übersetzen klar besser ist: Wer zwei Landessprachen auf hohem Niveau beherrscht, verdient damit ein Vielfaches dessen, was bei uns pro Stunde möglich ist — ohne Deckel und mit einer Fähigkeit, die mit jedem Auftrag wertvoller wird. Wer diese Voraussetzung hat, sollte sie nutzen.

Wo der Unterschied für uns spricht: Genau bei dieser Voraussetzung. Zwei Sprachen auf Fachniveau hat man oder hat man nicht — und der Aufbau dauert Jahre. Unser Modell setzt an der Stelle an, an der keine Voraussetzung erfüllt sein muss. Warum wir es trotzdem begrenzen, steht in Warum deine Aufmerksamkeit bezahlt gehört.

Steuern und AHV in zwei Sätzen

Direkte Antwort
Jeder Franken ist ab dem ersten steuerpflichtig, auch von ausländischen Plattformen. Die AHV-Anmeldung als Selbständiger wird erst ab CHF 2'500 Jahreseinkommen aus Nebenerwerb zur Pflicht.

Die beiden Schwellen werden ständig verwechselt. Steuerlich kennt die Schweiz keinen Freibetrag auf Erwerbseinkommen — die CHF 2'500 sind eine sozialversicherungsrechtliche Grenze, keine steuerliche. Belege der Plattform aufbewahren, Jahressumme deklarieren, fertig.

Ausführlich in Nebenverdienst versteuern und AHV-Anmeldung.

Was bedeutet das für dich konkret?

Direkte Antwort
Beschreibe deine Sprachrichtung mit dem Schweizer Fachbezug, nicht allgemein. Und prüfe, ob eine Anerkennung für beglaubigte Übersetzungen für dich in Frage kommt — das ist der planbarste Teil des Markts.

«Deutsch–Italienisch» ist ein Angebot unter tausenden. «Deutsch–Italienisch für Schweizer Versicherungs- und Verwaltungstexte» ist ein Angebot unter wenigen. Dieselbe Fähigkeit, ein anderer Preis.

Und wenn du gerade erst anfängst: Kleine, laufende Aufträge von Schweizer KMU sind der unterbewerteteste Einstieg — zu klein für Agenturen, zu wichtig, um sie intern schlecht zu machen. Die Wege ohne Sprachqualifikation stehen in Online-Nebenjob Schweiz.

Der Weg ohne Vorleistung

Videte vergütet dich fürs Anschauen von Werbung — 95 Prozent der Werbe­vergütung gehen an dich, höchstens 60 vergütete Minuten pro Tag, Auszahlung ab CHF 200 auf ein Schweizer Konto. Keine Anmeldegebühr, kein Startpaket, keine Vergütung fürs Anwerben anderer.

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Häufige Fragen

Lohnt sich Übersetzen noch?
Ja, aber nicht mehr bei allgemeinen Texten — die macht die Maschine in Sekunden. Bezahlt werden die Nachbearbeitung maschineller Rohfassungen, Fachübersetzungen in Recht, Medizin und Technik, beglaubigte Übersetzungen und Transkreation, bei der die Wirkung zählt statt des Wortlauts.
Was ist der Schweizer Vorteil beim Übersetzen?
Deutsch, Französisch und Italienisch für denselben Rechts- und Verwaltungsraum. Ein Begriff aus dem Obligationenrecht hat im französischen Schweizer Recht eine feste Entsprechung — nicht die, die ein französisches Wörterbuch nennt. Diese Terminologie können auslandsansässige Übersetzer nicht liefern.
Lohnt sich die Nachbearbeitung maschineller Übersetzungen?
Die Nachfrage ist stark gestiegen, die Vergütung liegt aber oft unter der einer eigenen Übersetzung — und bei einer schlechten Rohfassung kostet die Korrektur mehr Zeit als eine Neuübersetzung. Wer solche Aufträge annimmt, sollte nach Zeit abrechnen oder die Rohfassung vorher ansehen dürfen.
Wie komme ich an Übersetzungsaufträge?
Über Agenturen mit Probeübersetzung als üblichem Einstieg, über Plattformen — für seltene Sprachrichtungen deutlich besser als für Englisch — und über Direktkunden wie Anwälte, Treuhänder und Gemeinden. Ein kaum genutzter Zugang sind Schweizer KMU mit laufendem Kleinbedarf.
Was sind beglaubigte Übersetzungen?
Übersetzungen, die amtlich anerkannt sein müssen — Zeugnisse, Urkunden, Registerauszüge. Sie sind an anerkannte Personen gebunden, die Anforderungen unterscheiden sich kantonal, und die Nachfrage ist konstant. Es ist der planbarste und am stärksten geschützte Teil des Markts.
Was ist der Unterschied zum Videte-Modell?
Übersetzen ist qualifizierte Arbeit mit entsprechendem Stundensatz und ohne Obergrenze, verlangt aber zwei Sprachen auf Fachniveau — eine Voraussetzung, deren Aufbau Jahre dauert. Unser Modell setzt dort an, wo keine Voraussetzung erfüllt sein muss, dafür mit einem festen Tagesdeckel.

Vertiefungen

Erinnerung Preisspannen sind Orientierungswerte für den Schweizer Markt 2025/2026. Verbindlich sind die Preislisten der Vermarkter und Verlage. Angaben zu Videte können sich ändern; verbindlich sind die AGB. Stand: August 2026.
Über den Herausgeber
Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Videte Marketing Solutions. Plattform-Inhaber: Muaz Arnaut, Bern. Mehr über uns auf /ueber-uns.
Wir betreiben selbst eine Werbeplattform und sind in der Kanaltabelle mit aufgeführt. Die Zahlen der übrigen Kanäle stammen aus öffentlich zugänglichen Marktdaten; wo uns keine belastbare Angabe vorliegt, steht das ausdrücklich in der Tabelle.