- Allgemeine Übersetzungen macht die Maschine. Bezahlt werden Nachbearbeitung, Fachübersetzung mit Haftung und alles Amtliche.
- Der Schweizer Vorteil ist nicht die Sprache, sondern die Terminologie — Recht, Verwaltung, Versicherung, Schulwesen.
- «Deutsch–Französisch für Schweizer Recht» ist dieselbe Fähigkeit wie «Deutsch–Französisch», aber ein anderer Preis.
- Beglaubigte Übersetzungen sind der planbarste Teil des Markts — an anerkannte Personen gebunden, Anforderungen kantonal verschieden.
Der Übersetzungsmarkt nach der Maschine
Die Veränderung ist ähnlich wie beim Texten, aber schneller verlaufen. Wer heute allgemeine Übersetzungen anbietet, konkurriert mit einem Werkzeug, das in Sekunden eine brauchbare Rohfassung liefert. Wer die Bereiche bedient, in denen eine Rohfassung nicht genügt, hat weniger Konkurrenz als vorher.
| Bereich | Nachfrage | Warum |
|---|---|---|
| Allgemeine Texte | stark gefallen | maschinell in Sekunden |
| Nachbearbeitung maschineller Fassungen | stark gestiegen | jemand muss prüfen, was herauskam |
| Recht, Medizin, Technik | stabil bis steigend | Fehler haben Folgen, jemand haftet |
| Beglaubigte Übersetzungen | stabil | an anerkannte Personen gebunden |
| Marketing und Transkreation | stabil | Wirkung, nicht Wortlaut |
Zur Nachbearbeitung, ehrlich gesagt: Sie wird oft schlechter vergütet als eine eigene Übersetzung und kann mehr Zeit kosten, wenn die Rohfassung schlecht ist. Wer sie annimmt, sollte nach Zeit abrechnen oder die Rohfassung vorher ansehen dürfen.
Der Schweizer Vorteil: drei Sprachen, eine Rechtsordnung
Der Grund ist nicht die Sprache selbst, sondern die Terminologie. Ein Rechtsbegriff aus dem Obligationenrecht hat im französischen Schweizer Recht eine feste Entsprechung — nicht die, die ein französisches Wörterbuch nennt. Dasselbe gilt für Verwaltung, Versicherung, Schulwesen und Bauwesen.
Beglaubigte Übersetzungen sind der am stärksten geschützte Teil des Markts: Sie sind an anerkannte Personen gebunden, die Anforderungen unterscheiden sich kantonal, und die Nachfrage ist konstant — Zeugnisse, Urkunden, Registerauszüge. Wer den Zugang hat, hat planbare Aufträge.
Wie man an Aufträge kommt
- Agenturen und Sprachdienstleister: der übliche Einstieg. Aufnahme meist über Probeübersetzung. Vergütung mittel, Auslastung planbar.
- Plattformen: sofort verfügbar, breite Preisspanne. Für seltene Sprachrichtungen deutlich besser als für Englisch.
- Direktkunden: Anwälte, Treuhänder, KMU mit mehrsprachigem Auftritt, Gemeinden. Braucht Akquise, zahlt dafür ohne Zwischenmarge.
Ein Zugang, den kaum jemand nutzt: Schweizer KMU, die auf Französisch oder Italienisch expandieren, brauchen laufend kleine Übersetzungen — Website, Offerten, Korrespondenz. Diese Aufträge sind zu klein für Agenturen und werden deshalb oft gar nicht vergeben oder intern schlecht gemacht.
Konkrete Wort- oder Zeilenpreise nennen wir hier nicht als feste Zahl: Sie unterscheiden sich stark nach Sprachrichtung, Fachgebiet, Beglaubigung und Auftraggebertyp. Verbindlich ist die jeweilige Vereinbarung.
Wo sich das Videte-Modell unterscheidet
| Merkmal | Übersetzen | Videte |
|---|---|---|
| Qualifikation | zwei Sprachen auf hohem Niveau plus Fachgebiet | keine |
| Stundensatz | deutlich höher | niedriger, dafür ohne Vorbedingung |
| Auftragslage | schwankt, Akquise nötig | gleichbleibend verfügbar |
| Verpflichtungen | Fristen, Haftung, Korrekturen | keine |
| Schweizer Bezug | ist der Wettbewerbsvorteil | ist der Rechtsrahmen |
Wo Übersetzen klar besser ist: Wer zwei Landessprachen auf hohem Niveau beherrscht, verdient damit ein Vielfaches dessen, was bei uns pro Stunde möglich ist — ohne Deckel und mit einer Fähigkeit, die mit jedem Auftrag wertvoller wird. Wer diese Voraussetzung hat, sollte sie nutzen.
Wo der Unterschied für uns spricht: Genau bei dieser Voraussetzung. Zwei Sprachen auf Fachniveau hat man oder hat man nicht — und der Aufbau dauert Jahre. Unser Modell setzt an der Stelle an, an der keine Voraussetzung erfüllt sein muss. Warum wir es trotzdem begrenzen, steht in Warum deine Aufmerksamkeit bezahlt gehört.
Steuern und AHV in zwei Sätzen
Die beiden Schwellen werden ständig verwechselt. Steuerlich kennt die Schweiz keinen Freibetrag auf Erwerbseinkommen — die CHF 2'500 sind eine sozialversicherungsrechtliche Grenze, keine steuerliche. Belege der Plattform aufbewahren, Jahressumme deklarieren, fertig.
Ausführlich in Nebenverdienst versteuern und AHV-Anmeldung.
Was bedeutet das für dich konkret?
«Deutsch–Italienisch» ist ein Angebot unter tausenden. «Deutsch–Italienisch für Schweizer Versicherungs- und Verwaltungstexte» ist ein Angebot unter wenigen. Dieselbe Fähigkeit, ein anderer Preis.
Und wenn du gerade erst anfängst: Kleine, laufende Aufträge von Schweizer KMU sind der unterbewerteteste Einstieg — zu klein für Agenturen, zu wichtig, um sie intern schlecht zu machen. Die Wege ohne Sprachqualifikation stehen in Online-Nebenjob Schweiz.
Der Weg ohne Vorleistung
Videte vergütet dich fürs Anschauen von Werbung — 95 Prozent der Werbevergütung gehen an dich, höchstens 60 vergütete Minuten pro Tag, Auszahlung ab CHF 200 auf ein Schweizer Konto. Keine Anmeldegebühr, kein Startpaket, keine Vergütung fürs Anwerben anderer.
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